Vom 27. bis 31. Mai war SVN-Vorstandsmitglied Julian Schaak bei der Egidius-Braun-Akademie des DFB im Sporthotel Grünberg. Gemeinsam mit 18 weiteren jungen Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland ging es um Vereinsentwicklung, Ehrenamt und den Austausch über die Zukunft des Amateurfußballs. Ein besonderes Highlight war dabei der Besuch des DFB-Campus in Frankfurt.
Nach seiner Rückkehr haben wir mit ihm über seine Eindrücke gesprochen:
Julian, wie bist du überhaupt zur Egidius-Braun-Akademie gekommen?
Man musste sich aktiv dafür bewerben. Als dann die Zusage kam, habe ich mich natürlich riesig gefreut. Die Gelegenheit fünf Tage mit so vielen jungen Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland zusammenzukommen, bekommt man schließlich nicht alle Tage. Das Programm erleben zu dürfen ist eine enorme Wertschätzung seitens des DFB.
Was hat dich in dieser Woche am meisten überrascht?
Ganz klar, wie viele Unterstützungsangebote es eigentlich für Vereine gibt.
Oft denkt man bei neuen Ideen oder Projekten zuerst: Wie sollen wir das bezahlen? Oder wer soll das umsetzen? Dabei gibt es unglaublich viele Förderprogramme, Beratungsangebote und Hilfen für Sportvereine. Ich habe einige Möglichkeiten kennengelernt, die auch für den SV Nienstädt 09 spannend sein könnten. Meine wichtigste Erkenntnis war deshalb: Es gibt oft schon Unterstützung – man muss nur wissen, wo man sie findet.
Gab es Themen, die für den SVN besonders interessant waren?
Ja, vor allem die Bereiche Sponsoring und Spendengewinnung.
Viele Teilnehmende haben erzählt, welche Ideen bei ihnen gut funktionieren und welche Erfahrungen sie gemacht haben. Da habe ich mir mehrfach gedacht: Das könnten wir uns im Verein auch einmal genauer anschauen. Ein paar Ansätze werde ich definitiv mit in unsere weitere Vereinsarbeit nehmen.
Wie sah das Programm vor Ort aus?
Die Tage waren ziemlich abwechslungsreich. Es gab Workshops zu Fundraising, Kommunikation, Konfliktmanagement, Social Media und dem Umgang mit Rückschlägen im Ehrenamt. Ein nicht zu unterschätzendes Thema.
Besonders spannend fand ich einen Vortrag einer Elitepolizistin zum Thema Führung in Extremsituationen. Mein persönlicher Lieblingsworkshop war aber tatsächlich das Thema Vereinsrecht. Klingt erstmal trocken, war für mich aber extrem hilfreich, weil ich viele Fragen aus unserem Vereinsalltag klären konnte.
Ihr wart auch am DFB-Campus in Frankfurt. Wie war das?
Natürlich beeindruckend. Man sieht die Trainingsplätze, die Arbeitsbereiche und bekommt Einblicke, die man sonst nicht bekommt.
Trotzdem waren für mich die Gespräche mit den anderen Teilnehmenden fast noch wertvoller. Man merkt schnell, dass viele Vereine vor ganz ähnlichen Herausforderungen stehen wie wir.
Was war insgesamt das Wertvollste an der Akademie?
Der Austausch mit den anderen Ehrenamtlichen. Die besten Gespräche fanden oft gar nicht in den Workshops statt, sondern beim Essen, in den Pausen oder abends im Sporthotel. Wir haben jeden Abend noch gemeinsam Fußball gespielt, zusammengesessen und über unsere Vereine gesprochen.
Dabei habe ich viele engagierte Menschen kennengelernt, die mit viel Leidenschaft etwas in ihren Vereinen bewegen wollen. Das war inspirierend und hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig Ehrenamt für den Sport ist.
Mit welchem Gefühl bist du nach Nienstädt zurückgekommen?
Mit vielen Ideen, neuen Kontakten und einer Menge Motivation. Die Akademie hat mir gezeigt, dass viele Vereine vor denselben Herausforderungen stehen wie wir. Gleichzeitig habe ich gesehen, wie viele Möglichkeiten und Hilfen es bereits gibt.
Jetzt freue ich mich darauf, einige der Impulse und Ideen auch beim SV Nienstädt 09 einzubringen und umzusetzen.
Vielen Dank für das Gespräch!





